Bilfinger Maintenance GmbH

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Turnaround

Bilfinger Maintenance plant und realisiert in enger Kooperation mit den Kunden komplexe Instandhaltungsmaßnahmen wie Anlagenstillstände und Großreparaturen.

Darüber hinaus finden sich in unseren Referenzen Projekte zur Erneuerung von Anlagen

  • nach Schäden,
  • zur Kapazitätserweiterung,
  • zur Steigerung von Sicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit
  • zur Anpassung an Umweltauflagen.

Die Turnaround Aktivitäten von Bilfinger erstrecken sich auf eine Vielzahl von Märkten und Standorten in Europa, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Indien. In 2014 wurde beispielsweise unter maßgeblicher Beteiligung der Spezialisten der Bilfinger Maintenance GmbH die Generalinspektion der TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH am Chemiestandort Leuna umgesetzt. Die Leistungen aller beteiligten Bilfinger Unternehmen hatten dabei ein Volumen von mehr als zehn Mio. Euro. Die Bilfinger Maintenance GmbH wurde dabei für ihre konstant gute Sicherheitsarbeit als „Kontraktor des Stillstands 2014“ ausgezeichnet.

Weitere Kunden, für die Stillstände umgesetzt werden, sind u.a. Bayer CropScience, Kuwait Petroleum Europoort, BASF, MiRo Karlsruhe, aber auch Kunden wie Neste Oil, ExxonMobil, BP und Borealis an jeweils mehreren europäischen Standorten.

Referenz Turnaround: TOTAL Raffinerie

Erfolgreich umgesetzt werden konnte 2014 unter maßgeblicher Beteiligung der Bilfinger Spezialisten die Generalinspektion der TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH am Chemiestandort Leuna, der sogenannte Turnaround and Inspection (T & I) 2014. Die Raffinerie in Leuna gehört mit einer Verarbeitungskapazität von zwölf Mio. Tonnen Rohöl pro Jahr zu den vier größten in Deutschland. Als Hersteller von Methanol ist sie die Größte des Landes. Die Leistungen von Bilfinger hatten ein Volumen von mehr als zehn Mio. Euro.

Der T & I am Standort Leuna zeigt exemplarisch die heutigen Anforderungen an einen Großstillstand. Gegenüber einer Ausführungsphase, die sich auf einen Zeitraum von rund sechs Wochen konzentriert, erstrecken sich die Vorbereitungen über drei Jahre.

Beim T & I 2014 waren die Bilfinger Spezialisten u.a. als sogenannter Unitkontraktor für mechanische Leistungen in der POX/ Methanolanlage verantwortlich.

Der Leistungsumfang umfasste

  • Planungsleistungen in der Vor- und Nachbereitung
  • Unterstützung beim Herunterfahren und beim Anfahren der Anlage
  • operative Leistungen in der Ausführungsphase sowie Managementleistungen.

Bilfinger führte in Abstimmung mit dem Kunden alle Leistungen selbstständig und eigenverantwortlich aus. Dies beinhaltete auch die Koordination von Subkontraktoren. Weitere Leistungen betrafen die Haupt- und Nebengewerke in den Bereichen Tanklager und Verladung, Lagerwirtschaft, Maschinentechnik in der POX/ Methanolanlage, die Revision von Regel- und Handarmaturen sowie Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

Insgesamt wurden von Bilfinger Leistungen in einem Umfang von 250.000 Arbeitsstunden ohne meldepflichtige Unfälle erbracht. Als einer von zwei Vertragspartnern wurde das Unternehmen daher für konstant gute Sicherheitsarbeit als „Kontraktor des Stillstands 2014“ ausgezeichnet.

Neben dem Fokus auf akribische Planung und diszipliniertes Management ist für den TOTAL Turnaround-Manager Chris Kempe das richtige Maß an Flexibilität ein entscheidendes Erfolgskriterium: „Die größte Herausforderung bei einem Stillstand mit diesen Dimensionen ist die Organisation des Unerwarteten. Wir haben die unvermeidlichen Extraarbeiten in der Kapazitätsplanung ausreichend berücksichtigt und konnten so das enge Zeitfenster einhalten. Dabei ist die Erfahrung professioneller Servicepartner wie Bilfinger für uns eine unverzichtbare Hilfe.“

Für Bilfinger ergänzt Gerald Pilotto, Leiter der Division Industrial Maintenance: „Jeder große Stillstand ist für unsere Kunden und für uns als technischer Dienstleister mit einem Zugewinn an Erfahrung verbunden. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, dass dieses Know-how für den Kunden als wertvolles Erfahrungswissen erhalten bleibt. Es ist die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit beim nächsten Turnaround.“    

Ausgezeichneter Vertragspartner im T&I 2014 der TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland


Rainer Gross, Gerd Braune, Hermann Holme, Gerald Weber, Jörg Olbrich (v.l.n.r.: )

KONTAKT

Rudolf Wagner

Rudolf Wagner

Head of Business Unit Turnaround
Bilfinger Maintenance GmbH
In den Leuna Werken, Gebäude 8642
06237 Leuna

Telefon: +49 (3461) 43-2976
Telefax: +49 (3461) 43-2701

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Turnaround NesteOil 2015, Finnland

Turnaround NesteOil 2015, Finnland Zum Referenzprojekt

In Porvoo, 30km östlich von Helsinki, findet sich eine der beiden Erdölraffinerien des Mineralölunternehmens Nesteoil in Finnland. Im Besitz der Nesteoil, die im Juni 2015 in Neste Corporation bzw. Nesteoyj auf Finnisch umbenannt wurde, befinden sich noch Naantali (die sog. 5te Produktionslinie) und zwei weitere Raffinerien in Rotterdam und Singapur.

Die Raffineriekapazität in Porvoo liegt in den insgesamt vier Produktionslinien bei rund 200.000 bbl/d (barrels per day), das entspricht ca. 12 Millionen Tonnen Erdölerzeugnisse jährlich. Auch die Ausmaße der Anlage beeindrucken mit 7 Mio. m3 Speicherkapazität für Rohöle und Produkte (vor allem Diesel).

In der Raffinerie gibt es vier Produktionslinien und den größten Hafen Finnlands in Bezug auf das Frachtvolumen: 20-23 Mio. Tonnen Rohöl- und Erdölerzeugnisse werden jährlich im Hafen umgeschlagen. Insgesamt arbeiten in dem Industriegebiet 3.500 Personen, ca. 1.900 davon für NesteOil.

Für den alle fünf Jahre stattfindenden Turnaround der Anlage im April/Mai 2015 kamen noch weitere 4.000 Handwerker hinzu, davon rund 500 Kollegen von Bilfinger. Die zahlenmäßig größte Mannschaft stellte unter Leitung von Peter Krenmayr die Bilfinger VAM Anlagentechnik aus Wels, Österreich: 200 Fachleute wurden benötigt für die umfangreichen Montagearbeiten an Behältern, Rohrleitungen, Pumpen, Armaturen und Ventilen.

Die Voraussetzungen vor Ort waren hart: Das enge Zeitfenster (TA Start war der 22. April, am 24. Mai musste die Anlage wieder laufen), die hohen Saftey-Auflagen, das immense Arbeitsvolumen, aber auch der äußerste enge Raum für die Arbeiten erforderten bestmögliche Koordination.

Die gleichen Rahmenbedingungen trafen auch die Kollegen der Bilfinger Maintenance, die erst kurz zuvor den Turnaround bei der MiRO in Karlsruhe, der zweitgrößten Erdölraffinerie in Deutschland, erfolgreich beendet hatten.

Der Auftrag für Jürgen Schuh, Projektleiter der Bilfinger Maintenance, und seine 150 Turnaround-Spezialisten aus Leuna lautete die vollständige Wartung und Inspektion von 210 Wärmetauschern in der Produktionslinie und 40 Wärmetauschern in der Alkylierung, von denen die größten bis zu 45 Tonnen schwer sind.

Für zusätzliche Aufgaben wie Isolierung, Korrosionsschutz, Elektrik, Instrumentierung waren Techniker der Bilfinger Industrial Services, Czech, Equipment und Kollegen der österreichischen Bilfinger Gerätetechnik, Schweißer und Monteure der BIS Slovensko als auch Wartungsspezialisten der Bilfinger Industrial Services Finland Oy, die als ständiger Maintenance-Partner der Nesteoil mit 120 Mitarbeitern vor den Toren der Raffinerie ansässig sind, im Einsatz.

Eine der Spezialitäten der Bilfinger Maintenance ist die Wartung und Inspektion von Wärmetauschern, die für die Primär- verarbeitung des Rohöls vor der Destillation benötigt werden. Ein wichtiges Tool hierfür ist ein Bundle Extractor. Hier im Bild am Haken eines 250t Krans, der den  8m langen, fernsteuerbaren Bundle Extractor auf ca. 15m Höhe zum „ziehen“ eines Bündels hebt.

Das Bündel wird nach der Demontage verladen, auf den zentralen Sammelplatz transportiert, gereinigt, inspiziert und gewartet.

Nach dem ziehen des Bündels gut zu erkennen: Zähe Rückstände, also Ablagerungen, die die Effizienz eines Wärmetauschers einschränken.


Rohrbündelreinigung von außen mit über 1.000 bar Wasserstrahlern. Von innen werden die Wärmetauscher mit sogenannten Lanzen einzeln gereinigt und anschließend durch unabhängige Dekra Experten auf Leckagen geprüft, ggf. repariert und wieder eingebaut.

Neben dem schmalen Zeitfenster, dem umfangreichen Aufgabenkatalog und den hohen Sicherheits-Auflagen stellte vor allem die räumliche Enge die Bilfinger-Kollegen vor immense Koordinations-Aufgaben.

Die Vorbereitungen zum Hub der Kolonne erfordern Maßarbeit, die Kommunikation der Monteure mit dem Kranführer höchste Präzession.

Perfekt zwischen zwei Kränen austariert „schwebt“ die Kolonne nach erfolgreichem Hub zu Boden.

Tausende zusammenhängende Aktivitäten galt es in einem sehr kurzen Zeitfenster abzuarbeiten und dabei Termine, Sicherheitsstandards- und Budgetvorgaben einzuhalten. Nur durch ein professionelles und ausgeklügeltes Projektmanagement und das Know-How der 150 Kollegen der Bilfinger Maintenance war dies zu bewältigen.

 

 

Insgesamt waren rund 500 Bilfinger-Mitarbeiter aus fünf Ländern für den Turnaround im Einsatz. Neben dem Fokus auf akribische Sicherheits- und Qualitätsansprüche stellt Rainer Gross, Bereichsleiter Turnaround bei der Bilfinger Maintenance, die Bereitschaft seiner Mitarbeiter zur Flexibilität als Erfolgskriterium hervor.

„Die größte Herausforderung bei einem Stillstand ist die Organisation des Unerwarteten. Wir haben die unvermeidlichen Extraarbeiten angemessen berücksichtigt und konnten so im Rahmen des engen Zeitfensters die an uns gestellten Vorgaben von NesteOil einhalten - in time, on budget, best quality.“

 

 

 

Turnaround KPE 2013, Niederlande

Turnaround KPE 2013, Niederlande Zum Referenzprojekt

Die Raffinerie von Kuwait Petroleum Europoort (KPE) am Westzipfel des Rotterdamer Hafens ist ein riesiges Konstrukt aus Rohren und Reaktoren, aus Kolonnen, Kesseln und Kühlern. Jedes Jahr werden in der Anlage rund vier Millionen Tonnen Rohöl zu Benzin, Diesel, Kerosin, Schmieröl, Flüssiggas und Asphalt verarbeitet.

Im Normalbetrieb arbeiten hier rund 350 Angestellte. Doch während des Turnarounds 2013 herrschte Ausnahmezustand: Zu Spitzenzeiten waren auf der Anlage bis zu 3.500 Arbeiter im Einsatz.

Während des Turnarounds wurde die Raffinerie heruntergefahren, geleert, gesäubert, gecheckt, gewartet, repariert. Und dann, nachdem jedes Teil wieder an Ort und Stelle war, langsam wieder hochgefahren.
Bilfinger koordinierte den Prozess als General Contractor. Es war bereits der fünfte Turnaround, den Bilfinger für KPE durchführt. Und der größte . Außer für Prüfungs-, Reinigungs- und Wartungsarbeiten wurde die Gelegenheit auch für einen Revamp genutzt: für das Modernisieren und Aufrüsten der Anlage.


Für den Anlagenbetreiber Q8 übernahm Bilfinger auch die Auswahl der Subunternehmer, die Planung und Koordination der beteiligten Gewerke ebenso wie die Bereitstellung der notwendigen Ausrüstung. Keine leichte Aufgabe bei über 15 beteiligten Firmen.

Das Team um Jens Teichmann, Bauleiter Turnaround bei der Bilfinger Maintenance, kam bereits im Herbst 2012 in das Planungslager auf dem Gelände der Raffinerie. Ab Januar 2013 fanden regelmäßig Koordinierungstreffen mit dem Kunden statt und ab März, ein halbes Jahr vor dem Shutdown, waren bereits drei Dutzend Bilfinger-Fachkräfte in der Anlage.

Die meisten Mechaniker kamen dann Anfang Oktober, kurz bevor der eigentliche  Stillstand begann. Im Februar 2014, ein Jahr und zwei Monate nach dem Start des Projekts, verließen die letzten Bilfinger-Mitarbeiter die KPE-Anlage.

Bilfinger koordinierte rund 600 Gerüstbauer, Isolierer, Reiniger, Schlosser, Schweißer, Vorarbeiter, Vorrichter und Techniker. Mit den Bauleitern, Ingenieuren, Managern, Projektplanern und Koordinatoren in den Container-Burgen kamen noch 130 Angestellte dazu.

Knapp ein Drittel davon kamen von Bilfinger Industrial Services Nederland, die anderen aus Leuna und Neustadt an der Donau, aus Bitterfeld und München, aus Österreich und der Slowakei. Hinzukamen noch die Mitarbeiter von Partnerfirmen und externen Dienstleistern: Kranführer, Staplerfahrer, Hilfskräfte und Spezialisten. Etwa 3.500 Personen waren insgesamt am Turnaround beteiligt.

Dass aus den zigtausend Einzelabläufen der beteiligten Unternehmen ein großes Ganzes wird, bei dem alle Rädchen ineinandergreifen – darum geht es. „Ein Turnaround bedeutet größtes anzunehmendes Chaos, dem man klare Strukturen geben muss. Und gerade das liebe ich an dem Job.“, sagt Rainer Gross (im Bild rechts), Bereichsleiter Turnaround bei der Bilfinger Maintenance und als Contract Manager für die reibungslose Zusammenarbeit auf der Baustelle zuständig.

Während Gross auf seinem Rundgang den Stand der Arbeit bei den Wärmetauschern kontrolliert, werden am Computer die aktuellen Gesamtfortschrittspläne aktualisiert. Das Programm ist das digitale Rückgrat des Stillstands. Es verbindet alle Projektleiter mit allen relevanten Informationen – und ermöglicht in Echtzeit Einblick in den Fortgang des Projekts.

Das Programm erlaubt auch einen Blick in die Zukunft. Doch obwohl es einen ‚3-Tage-Vorschauplan‘ verspricht, in dem minutiös alle anstehenden Teilprojekte und die jeweils beteiligten Fachkräfte verzeichnet werden, kann dieser Plan verlässliche Prognosen lediglich für die kommenden Stunden leisten. Denn zahlreiche Faktoren müssen berücksichtigt werden, z.B. der Fortschritt in den anderen Teilbereichen der Raffinerie etwa oder die Lieferzeiten von kurzfristig georderten Komponenten.

Mannshohe Rohre wurden nacheinander mit meterlangen Rohrbündeln bestückt – Wärmetauschern, zuständig für die Kühlung oder die Erwärmung der verarbeiteten Flüssigkeiten. Der Winkel, in dem die Rohrbündel eingeführt werden, muss exakt stimmen. Ein Kran, ein Teleskoplader und Facharbeiter mit einer Wasserwaage verrichten Millimeterarbeit.


Der Turnaround hatte gewaltige Dimensionen: Alleine 160 000 Bauteile mussten vorrätig gehalten werden. 19 riesige Ventilatoren mit den Ausmaßen von Flugzeugpropellern und die dazugehörigen Kühler wurden ausgetauscht. 80 Teilprojekte wollten abgestimmt und gemanagt werden.

Riesige Kolonnen, Rohrleitungen und Apparate wurden heruntergefahren, entleert, zerlegt, geprüft, erneuert und zum Teil ausgetauscht. Einige hundert Arbeitsschritte und bis zu 100 000 Vorgänge mussten koordiniert und abgewickelt werden.


Bilfinger kann bei Projekt dieser Dimension auf das firmeneigene Turnaround-Netzwerk zurückgreifen. Dieses Netzwerk bündelt Mitarbeiter und Kompetenzen von Teilgesellschaften aus ganz Europa und erlaubt es, länder- und firmenübergreifend Spezialistenteams zusammenzubringen. In Rotterdam waren Teams aus vier Nationen im Einsatz, die drei verschiedene Sprachen sprechen – und dennoch Hand in Hand zusammen gearbeitet haben.


Ein Turnaround gleicht einer Operation am offenen Herzen – eine Disziplin, die nur wenige Experten beherrschen. Derartig heikle Aufgaben sind ein Spezialgebiet für Bilfinger.

 

 

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